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Daktyliothek
Die Daktyliothek des Vinzentinums ist eine Kunstkammer, die eine Vielzahl unterschiedlicher Objekte enthält: Neben Münzen, Medaillen, Siegeln, Briefmarken, Postkarten und Schmuckstücke finden sich dort auch Kupferstiche, Bilder, Ausgrabungsfunde, Urkunden, Devotionalien, antike Waffen und Rüstungen sowie Globen und Segelschiffmodelle. Sie hat deshalb den Charakter eines
kleinen Museums.
Die Kunstgegenstände sind seit dem Umbau in einem eigens dafür eingerichteten
Raum ausgestellt und können nach Voranmeldung besichtigt werden.
Mit dem Ausdruck "Daktyliothek" (griechisch: „Fingerringsammlung“) bezeichnete man ursprünglich eine Sammlung antiker (Siegel-)Ringe. Später wurde der Begriff hauptsächlich als Bezeichnung für
Sammlungen von Gemmen, also von Steinen mit vertieft (Intaglios) oder erhaben (Kameen) geschnittenen Bildern verwendet. Abdrucke geschnittener Schmuck- oder Edelsteine zu sammlen war vor allem seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts im aufgeklärten Bürgertum sehr verbreitet.
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