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Das Gebäude
Das imposante Gebäude am Nordrand von
Brixen hat seine ursprüngliche äußere Form mit seinen klaren,
neuromanischen Formen seit seiner Gründung bewahrt. Die vier Flügel
des Hauptgebäudes umschließen einen quadratischen Innenhof (ein kurzer Rundblick), die
Räume verteilen sich auf fünf Stockwerke. An der Westseite schließt sich
der Theatersaal mit der darüberliegenden Kirche und Studentenkapelle an.
Übersichtsplan des Geländes
Im Inneren wurde das Vinzentinum im Lauf seiner Geschichte mehrmals
umgebaut, erneuert und an die Erfordernisse der Zeit angepasst. Die letzte
Generalsanierung erfolgte in den Jahren 1992-2000. Seither befinden sich
im Hochparterre und im ersten Stock die Schulräume, im zweiten
Stock die Internatsräume der Oberschule und im dritten Stock die Internatsräume
der Mittelschule. Im Tiefparterre sind Küche, Speisesäle und Hausbar
sowie verschiedene Lager-, Arbeits- und Musikübungsräume untergebracht.
Die Schulräume
Die Klassenzimmer befinden sich vorwiegend im Südflügel. Sie sind sehr
geräumig und durch die großen Fensteröffnungen sonnige, einladende Räume.
Jeder Raum verfügt über eine gute technische Ausstattung.
Neben den Klassenräumen stehen für den Unterricht mehrere Spezialräume zur
Verfügung, die einen praxis- und handlungsorientierten Unterricht
ermöglichen:
EDV-, Kunst-, Werk-, Musik-, Chemie-, Physik- und
Biologieraum. Für die Instrumentalschüler/-innen wurden eigene,
schallisolierte Übungsräume eingerichtet.
Die Internatsräume
Der Internatsbereich der Mittelschule umfasst Lern-, Schlaf- und
Freizeiträume. Jede Schulklasse hat einen eigenen Lernraum, in dem alle
Schüler/-innen jeweils über ein Pult und ein Regal verfügen. In den Schlafräumen
sind vier bis sechs Schüler untergebracht.
Der Internatsbereich der Oberschule besteht aus Vier- und Zweibettzimmern.
Sie dienen den Schülern sowohl als Lern-, Schlaf- und Aufenthaltsraum und
verfügen über ein eigenes Bad.
Die beiden Speisesäle im Tiefparterre bieten Platz für 100 Ober- und 130
Mittelschüler/-innen.
Das Freizeitgelände
Das Hauptgebäude ist von einem weitläufigen durch eine Mauer begrenzten
Freizeitgelände umgeben und ermöglicht vielfältige
Betätigungsmöglichkeiten: Fußballplatz, Skatepark, Mehrzwecksportplatz,
Kräutergarten, Schulteich, Baumhaus, Kletterwand, Kegelbahn etc.
Die Turnhalle
Die neue Turnhalle im Norden des Hauptgebäudes wurde in den Jahren
2003-2004 errichtet. Die 27 x 15 m große Halle wirkt durch die V-förmige
Dachkonstruktion und das durchgängige Fensterband sehr hell und leicht und
verfügt über eine Zuschauertribüne. An die Turnhalle schließt ein großer
Parkplatz mit mehreren Garagen an.
Die Kirche
Die "Herz-Jesu-Kirche" des Vinzentinums wurde nach den Plänen von Josef
von Stadl (1823-1896) zwischen 1874 und 1878 im Stil der Neuromanik
errichtet und von Albrecht Steiner von Felsburg (1838–1905) zwischen
1878 und 1889 im Nazarener-Stil mit figurativen Fresken ausgeschmückt. Die
Fresken haben das Hohepriestertum Christi und die Geschichte der
Menschheitserlösung zum Thema. Architektur und Freskenschmuck stellen
„hervorragende Zeugnisse der beiden Stilarten in Tirol“ (Karl Wolfsgruber)
dar.
Der Theatersaal ("Parzivalsaal")
Der Theatersaal des Vinzentinums ist mit einem Bilderzyklus von Edmund von
Wörndle (1827–1906) ausgestattet, den dieser zwischen 1885 und 1888
ausführte. Der Zyklus umfasst 16 Bilder, auf denen verschiedene Episoden
aus dem mittelalterlichen Epos „Parzival“ von Wolfram von Eschenbach
dargestellt sind. Der Parzivalzyklus stellt eines der bedeutendsten Werke
der ausklingenden Romantik in Tirol dar.
Die Studentenkapelle ("Otto-Neururer-Kapelle")
Die 1998 eingeweihte Studentenkapelle wurde im Zuge der letzten
Generalsanierung des Vinzentinums vom Südtiroler Künstlerpaar Manfred Mayr
und Carmen Müller neu gestaltet und stellt somit ein Werk zeitgenössischer
Sakralkunst dar. Sie ist dem Priester Otto Neururer (1882-1940), einem
Märtyrer der NS-Zeit, geweiht, der von 1895 bis 1903 am Vinzentinum
studierte und am 24. November 1996 von Papst Johannes Paul II in Rom selig
gesprochen wurde. |