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Nachruf auf Dr. Albert Rainer MHM

Am Fest des hl. Stephanus, 26. Dezember 2012, verstarb im gesegneten Alter von 93 Jahren im Krankenhaus von Brixen der Josefs-Missionar Dr. Albert Rainer MHM.

Am 13. November 1919 wurde er in Freienfeld geboren. Nach der Volksschule in Trens kam er 1930 ins Vinzentinum, wo er nach acht Jahren Gymnasium im Jahre 1938 maturierte. Anschließend trat er in das Brixner Priesterseminar ein. Im 5. Jahr seines Theologiestudiums (1942) wechselte er in das St.-Josefs-Missionshaus Brixen. Am 29. Juni 1943 empfing er von Fürstbischof Johannes Geisler die Priesterweihe, am 4. Juli feierte er in der Wallfahrtskirche Maria Trens, der er zeitlebens verbunden blieb, seine Primiz.

Nach Kooperatorenjahren in Algund und Naturns war er von 1948 bis 1956 und von 1960 bis 1966 im Missionseinsatz in Nord-Borneo, damals noch englische Kolonie. Dazwischen war er von 1956 bis 1960 Präfekt im St.-Josefs-Missionshaus in Brixen, danach begleitete er von 1967 bis 1970 die Philosophiestudenten im Missionshaus Absam. 1971 wurde er der erste Rektor des neuerrichteten Herberthauses in Elvas, in dem er nun bis zu seinem Lebensende wohnte.

1975 promovierte er an der Universität in Innsbruck zum Doktor der Philosophie, Fachrichtung Psychologie. Er unterrichtete an der Frauenoberschule in Pairdorf, an der Lehrerbildungsanstalt in Bruneck und an der Krankenpflegeschule Pädagogik, Psychologie und Humanwissenschaften. Von 1972 bis 1975 und von 1985 bis 1988 war er Professor für Englisch und Philosophie am Vinzentinum.

Er arbeitete in der Ehe- und Familienberatung in Brixen und beim diözesanen Kirchensender „Radio Grüne Welle“. Zudem versah er immer wieder Aushilfsdienste in verschiedenen Pfarreien. Von 1989 bis 1991 war er Regionaloberer der deutschsprachigen St.-Josefs-Missionare. Auch noch in seinem Ruhestand interessierte er sich für Gesellschaft, Politik und Kirche und besuchte gerne Vorträge und Tagungen. Bis in hohe Alter war er mit bewundernswerter geistiger Frische regelmäßig Gasthörer bei verschiedenen Vorlesungen an der Phil.-Theol. Hochschule in Brixen.

Am Samstag, 29. Dezember wurde er in seiner Heimatpfarre Maria Trens beerdigt.

Mögen sich für ihn nun die prophetischen Worte des greisen Simeon erfüllen: „Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden. Denn meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel.“ (Lk 2,29-32 – aus dem Tagesevangelium des Beerdigungstages)

Requiescat in pace.

Regens Fabian Tirler


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