Beweglich im Denken,
Kompetent im sozialen Umgang,
Verwurzelt im Glauben

Vinzentinum Brixen - Bischöfliches Seminar - Home
 


140 Jahre wechselvolle Geschichte

Mit seiner mittlerweile 140-jährigen Geschichte ist das Vinzentinum ein Spiegel der Geschichte und der sich stetig wandelnden Gesellschaft. Beim Jubiläumsfestakt vergangenen Samstag im Parzivalsaal wurde zum einen an die wechselvolle Geschichte des Hauses erinnert, zum anderen aber auch mit einem Festkonzert – inklusive zweier Uraufführungen – die Jugend und die Zukunft gefeiert.

„Fürstbischof Vinzenz Gasser würde sich freuen, wenn er heute hier wäre: so viele Priesteranwärter und zukünftige Ordensfrauen“, meinte Landeshauptmann Luis Durnwalder in seiner Festansprache augenzwinkernd in Richtung Schülerschaft. Wurde das Vinzentinum noch mit der Intention gegründet, möglichst viele neue Priester zu gewinnen, so sind die Ziele der diözesanen Bildungseinrichtung heute wesentlich breiter gefächert. Wichtig sei neben der guten Ausbildung und dem Wissen auch ein solides Wertegerüst, das die Schülerinnen und Schüler im Vinzentinum vermittelt bekämen, betonte der Landeshauptmann. Damit lasse sich die Gesellschaft positiv gestalten, egal welchen Beruf man ergreife. Natürlich wolle des Vinzentinum aber auch weiterhin jungen Menschen helfen, ihre Berufung zu finden, bekräftige Generalvikar Josef Matzneller den Gründungsauftrag des Fürstbischofs.

Ähnlich wie die gesellschaftlichen Veränderungen haben auch die Ereignisse des 20. Jahrhunderts das Vinzentinum geprägt. „140 Jahre sind eine wechselvolle Geschichte mit vielen Höhen, aber auch mit Tiefen, mit vielen Freuden, aber auch manchem Leid, mit vielen Erfolgen, aber auch manchem menschlichen Versagen“, sagte Regens Fabian Tirler in seiner Begrüßung. Er spielte dabei auf die existenzbedrohenden Einschränkungen während der Zeit des Faschismus und der beiden Weltkriege an. Während beider Kriege wurde das Vinzentinum zu einem Lazarett umfunktioniert und nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht überhaupt aufgelöst und über den Kopf des Bischofs hinweg für kurze Zeit in eine nationalsozialistische „Oberschule für Jungen“ umgewandelt. Mit der gesetzlichen Anerkennung 1968, der Einführung einer Musikmittelschule und der Aufnahme von Mädchen 1996 sowie der Gleichstellung 2003 fand das Vinzentinum aber wieder seinen Platz. Das Vinzentinum sei nicht mehr am Rande von Brixen, sondern mit der Stadt zusammengewachsen, meinte Bürgermeister Albert Pürgstaller im wörtlichen wie im übertragenen Sinn.

Die Stars des Abends waren aber nicht die Festredner sondern die Schülerinnen und Schüler. Diese präsentierten die Geschichte des Vinzentinums im Format einer Fernsehnachrichtensendung und sorgten überdies für musikalischen Hochgenuss. Die Vinzentiner Bläsergruppe unter der Leitung von Georg Plazza ließ zur Eröffnung eine Fanfare erklingen. Der Auswahlchor der Musikhauptschule Dornbirn „Pizzicanto“ (Leitung Oskar Egle) sowie der Vinzentiner Knabenchor unter der Leitung von Stefan Kaltenböck und der Mädchenchor unter der Leitung von Clara Sattler brachten neben dem traditionellen „Vinzentiner Marsch“ mit „Klingzentinum“ von Manuela Kerer, "Für an Mensch, den du mogsch" von Annelies Oberschmied und „Alleluja“ von Manfred Länger auch drei Uraufführungen auf die Bühne. Über all die Höhepunkte des Festaktes wurde beim anschließenden Buffet noch ausgiebig diskutiert.

weitere Fotos auf www.facebook.com/Vinzentinum


« Zurück zur Übersicht



Mittelschule - Gymnasium - Internat • Brennerstraße 37, I-39042 Brixen • Tel. +39 0472 821600 • info@vinzentinum.it • Facbook-Seite © Creation