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70-jähriges Maturajubiläum im Vinzentinum

Ein nicht alltägliches Jubiläum konnte am 27. August 2009 im Vinzentinum begangen werden: Von den vier noch lebenden Maturanten des Jahres 1939 trafen sich drei zur Feier des 70-jährigen Maturajubiläums: Dr. Anton Geier, Prof. Josef Knapp und Georg Tinkhauser; der vierte, Karl Pobitzer, musste sich kurzfristig entschuldigen.

16 Schüler traten im Frühjahr 1939, wenige Monate vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, zur Matura an, unter ihnen der spätere Kirchenrechtler Dr. Franz Wieser und der spätere Senator Dr. Peter Brugger. Neun aus dieser Klasse traten nach der Matura in das Priesterseminar ein, acht wurden Priester; Anton Brunner war als Theologe im Krieg gefallen.

Anton Geier aus Terlan / Brixen wurde 1943 zum Priester geweiht, ein Jahr später kam er als Kooperator nach Pfalzen. 1946 kehrte er in Vinzentinum zurück, zunächst als Präfekt, dann als Religionslehrer. Nach dem Studium der Pädagogik und der Psychologie an der Universität München und der Promotion ernannte ihn Bischof Dr. Joseph Gargitter 1957 zum Regens des Vinzentinums. Dieses Amt hatte er bis 1977 inne. Bis 1995 war er dann Professor für literarische Fächer an der Mittelschule des Vinzentinums. 1977 wurde er zum Ehrenkanonikus der Kathedrale von Brixen ernannt, 1981 wurde ihm die Verdienstmedaille des Landes Tirol verliehen. Immer noch betreut er als Kaplan die Ehrw. Schwestern im Vinzentinum und hilft seit über drei Jahrzehnten Sonntag für Sonntag in Nieder- bzw. Obervintl aus.

Josef Knapp aus St. Lorenzen wurde nach der Priesterweihe 1944 Kooperator in Bruneck. 1950 kam er ins Vinzentinum als Musikprofessor und Chorleiter und besuchte gleichzeitig bis 1953 das Konservatorium in Bozen, das er mit der „Licenza in Musica Sacra“ abschloss. Ab 1954 unterrichtete er dann zusätzlich zum Vinzentinum auch im Priesterseminar. Von 1974 bis 1990 war er Domkapellmeister in Brixen. Viele Jahre lang war er Präsident der Diözesankommission für Kirchenmusik. Seinen Ruhestand verbringt er in seiner Heimat St. Lorenzen, wo er immer noch zur Ehre Gottes und zur Freude der Menschen komponiert. Seine kirchenmusikalischen Werke werden weit über die Landesgrenzen hinaus aufgeführt und geschätzt.

Karl Pobitzer aus Schleis hat sich als Lehrer im Schulbereich besonders verdient gemacht. Er war Obmann der katholischen pädagogischen Vereins in Meran, Mitbegründer des Katholischen Südtiroler Lehrerbundes und der Volkshochschule Urania in Schlanders. Im KVW hat er sich für die sozial schwächere Bevölkerungsschicht eingesetzt, v.a. als langjähriger Obmann der KVW-Ortsgruppe Schlanders und des KVW-Bezirkes Vinschgau. Als Gemeinderat von Schlanders und als Assessor für Schule und Kultur setzte er sich für die Gemeinschaft ein. 1999 wurde ihm das Verdienstkreuz des Landes Tirol verliehen.

Georg Tinkhauser aus Bruneck wurde 1943 zum Priester geweiht, 1944 kam er als Kooperator nach Mühlwald, 1947 nach Stilfes. 1948 wurde er ins Vinzentinum berufen, als Präfekt und gleichzeitig als Turnlehrer. Sein großes Verdienst ist der Bau der Turnhalle in den Jahren 1953-1954. Kurz vor Weihnachten 1957 wurde er zum Pfarrer von Weißenbach ernannt. Diese Pfarrei betreute er bis zu seiner Pensionierung 1995. Seinen Ruhestand verbringt er in Aufkirchen, wo er immer noch die Wallfahrtskirche seelsorglich betreut.

Beim gemeinsamen Mittagessen im Vinzentinum haben die drei Jubilare alte Erinnerungen und so manche Anekdote aus früheren Jahrzehnten aufgefrischt. Sie erzählten aus der Zeit, die sie gemeinsam als Schüler im Vinzentinum verbracht haben, aber auch aus der Zeit, wo sie gemeinsam als Regens, Präfekt und Musikprofessor im Dienst des Vinzentinums standen.

Trotz ihres mittlerweile hohen Alters sind die Jubilare immer noch bei relativ guter Gesundheit und geistig sehr rege – und was nicht selbstverständlich ist: sie sind immer noch tätig im Dienst an Kirche und Gesellschaft. Dafür gebührt ihnen ein großes „Vergelt’s Gott“.

Zum seltenen Jubiläum sei noch einmal herzlich gratuliert! Ad multos annos!

FT

Bildunterschriften

1. v.l.: Hermann Stabinger - Josef Knapp - Fabian Tirler - Anton Geier - Erwin Knapp - Georg Tinkhauser - Paul Rainer

2. v.l.: Josef Knapp - Anton Geier - Georg Tinkhauser


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