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Direktor Stragenegg,
P. Bruno Klammer und der damalige Regens
Willeit bei der Unterzeichnung der Vereinbarung zur digitalen Erschließung der historischen Buchbestände
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Die EHB-Mitarbeiterin
Klara Tutzer
bei ihrer Arbeit im Vinzentinum
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Studienbibliothek
Buchbestand
Das Vinzentinum verfügt über einen umfangreichen historischen Buchbestand. Neben den
historischen Beständen der Schule (ca. 76.000 Bd.) sind im Rollarchiv der Studienbibliothek auch die bekannte und wertvolle
Parschalkbibliothek (ca. 12.000 Bd.), die Privatbibliothek von Dr. Alois Staindl
(2.684 Bd.), eine umfangreiche Sammlung von Schulschriften und Jahresberichten der Gymnasien aus dem gesamten Gebiet der ehemaligen Habsburgermonarchie (ca. 11.000 Schriften) sowie einige
Inkunabeln (Frühdrucke) untergebracht. Zudem wurde im Sommer 2007 die gesamte
Studienbibliothek des Johanneums (ca. 23.500 Bd.) von Dorf Tirol ins Vinzentinum überführt und dort in einem eigenen Rollarchiv neu ausgestellt.
Diese historischen Buchbestände sind eine Dokumentation der Bildungsarbeit des Vinzentinums und Spiegelbild der kulturellen Veränderung und des geistesgeschichtlichen Panoramas. Viele dieser Bücher haben einen
großen historischen und wissenschaftlichen Wert.
Digitale Erschließung
Es ist deshalb nicht hoch genug einzuschätzen, dass das Vinzentinum seit Frühjahr 2006 an der
"Erschließung historischer Bibliotheken"
(EHB) beteiligt ist - einem Mammutprojekt, das nicht nur für das Vinzentinum selbst, sondern für ganz Südtirol und darüber hinaus von großer Tragweite ist.
Das Projekt EHB
Das Projekt EHB zielt darauf ab, die historischen Buchbestände Südtirols, die zum Teil noch im Verborgenen schlummern, der Öffentlichkeit und der Forschung im In- und Ausland bekannt und zugänglich zu machen. Die Bestände werden geordnet und nach international gültigen Regeln (RAK-WB) katalogisiert. Die Angaben werden in einer
digitalen Datenbank gespeichert, die über das Internet (www.ehb.it) weltweit abrufbar ist. Durch die Aufarbeitung werden die Bestände auch vor Veräußerung, Vernachlässigung und Zerstörung geschützt. Darüber hinaus wird die Öffentlichkeit für den Wert des Bibliothekserbes sensibilisiert.
Das Vorhaben wurde von der Stiftung Südtiroler Sparkasse 1997 in Rücksprache mit der Diözesanleitung und dem Landesarchiv ins Leben gerufen. Mit dem Projektaufbau und der Projektleitung wurde
P. Dr. Bruno Klammer beauftragt; die Bearbeitung und die fachliche Erschließung wird seit 2001 über die
Sozialgenossenschaft Bibliogamma O.N.L.U.S abgewickelt.
Derzeit sind zehn Fachkräfte mit akademischer Ausbildung damit beschäftigt, die historischen Bestände von vier Bibliotheken aufzunehmen (Deutschordenkonvent Lana, Augustinerchorherrenstift Neustift, Franziskanerkloster Bozen, Vinzentinum Brixen). In einer Reihe anderer Bibliotheken (Benediktinerkloster Muri Gries, Philosophisch Theologische Hochschule Brixen, Kapuzinerklöster Südtirols, Propstei Bozen, Stadtmuseum Meran u.a.) sind die Arbeiten bereits abgeschlossen. Insgesamt wurden bisher bereits
über 425.000 Medien erfasst. Die Durchführung des Vorhabens ist nur möglich, weil die Stiftung Südtiroler Sparkasse das Projekt vorrangig und großzügig fördert und Jahr für Jahr die dafür nötigen finanziellen Mittel zur Verfügung stellt. |