Sommerlicher Erfahrungsschatz

Vinzentiner/-innen bei "Sommer einmal anders" und "Young Action"

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Bei "Sommer einmal anders" und "Young Action" können Jugendliche wertvolle Erfahrungen sammeln. Lara Monthaler (5. Klasse) und Liam Knoflach (3A) berichten von ihren Sommerjobs. 


Die Initiative „Sommer einmal anders“ richtet sich an Ober-, Fach- und Berufsschülerinnen und -schüler im Alter zwischen 16 und 20 Jahren. In Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen schreibt die Stiftung Südtiroler Sparkasse dabei seit 2017 jährlich 100 Ferialpraktika in Seniorenwohnheimen und bei anderen sozialen Organisationen aus. 

Lara Monthaler hat sich entschieden, fünf Wochen im Kloster der Tertiarschwestern in Brixen zu verbringen. "Als Vorbereitung dafür musste ich zwei Kurse absolvieren. Einen Erste Hilfe Kurs und einen Grundkurs Pflege", berichtet die 16-Jährige. Ihre wesentlichen Aufgaben bestanden darin, einfach für die älteren Schwestern da zu sein und den Pflegerinnen zur Seite zu stehen. Von 7.30 Uhr in der Früh bis 17.00 Uhr am Nachmittag hat Lara Zeitungen und Bücher vorgelesen, ist im Garten mit den Schwestern spazieren gegangen, hat gemeinsam mit ihnen gesungen und getanzt, Querflöte vorgespielt, war beim Essen behilflich und bei der Bewegungstherapie mit dem Ball, hat Brettspiele gespielt, geratscht und zugehört. Aus den vielen Fotos, die dabei entstanden, wurde ein Kalender für 2026 kreiert. 

Eine Schwester, die vorgibt, nicht zu wissen, was Schnittlauch sei, damit Lara sie in den Garten begleitet oder wenn eine andere um 8 Uhr nach dem Frühstück befindet, dass es nun Zeit für ein Schläfchen sei, zeigen, dass es auch hinter den Klostermauern nicht immer ganz ernst zugeht. "Die Dankbarkeit der Schwestern, das Lachen und die Gemeinschaft im Haus sowie natürlich auch der riesige Garten mitten in der Stadt haben mich besonders beeindruckt", berichtet Lara, die ihre Erfahrungen auch dem Tagblatt "Dolomiten" (siehe unten) erzählen durfte. 

Young Action wiederum ist ein Projekt des Jugendzentrums Kass zur Förderung des freiwilligen Engagements Jugendlicher. Jugendliche im Alter zwischen 13 und 19 Jahren können freiwillig in verschiedenen Organisationen mithelfen und bekommen dafür eine symbolische Anerkennung.

Liam Knoflach half acht Wochen lang jeweils ein paar Stunden am Vormittag bei verschiedenen Betrieben mit - von der WunderBAR über den Second-Hand-Tauschmarkt "Pumuckl" bis zum Tagespflegeheim in Brixen. In Letzterem schloss sich dann auch ein großer Kreis. Weil Liam bei der Arbeit ein Vinzentinum-T-Shirt trug kam er mit einem Besucher des Heimes, Richard Fischnaller, ins Gespräch. Der 82-jährige war nämlich vor genau 70 Jahren auch ein Schüler des Vinzentinum. "Meine Familie war stolz auf mich, dass ich in das Vinzentinum ging. Nach der ersten Klasse musste ich aber leider zurück und zu Hause mithelfen. Ein paar Jahre später ging ich in die Berufsschule und wurde Tischler", berichtet Richard von seiner kurzen Zeit am Vinzentinum.

Interessant für Liam sind die Unterschiede und Gemeinsamkeiten, die zwischen damals und heute bestehen. So erinnert sich Richard lebhaft an das naturhistorische Kabinett, das es auch heute noch gibt, wie auch den Chor, der damals noch unter der Leitung von Josef Knapp stand. "Dennoch sind Welten zwischen dem Vinzentinum heute und damals. Damals hatte wir so gut wie keine Freizeit und Kontakt zum Elternhaus gab es auch kaum", erinnert sich Fischnaller, der das Vinzentinum auch nach seiner Schulzeit noch ein paar Mal besuchte. Interessanterweise gab es im Jahr 1954/55 zwei Züge in der 1. Mittelschule, obwohl es noch keine Musikmittelschule gab. Das lag daran, dass sich in diesem Jahr 60 Schüler für die erste Klasse einschrieben und dies selbst für die damaligen Verhältnisse - wo 50 Schüler pro Klasse keine Seltenheit waren - zu viel für eine Klasse war. Daher wurde sie geteilt. 

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JUGEND: Lara Monthaler verbringt Ferialjob bei den Tertiarschwestern in Brixen – Projekt „Sommer einmal anders“ der Stiftung Sparkasse

Ein Sommer, der Spuren hinterlässt

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