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Der Wettbewerb ging vom 15. bis 18. April in Senigallia über die Bühne. Ilia hatte sich zuvor über die südtirolweite Auswahlrunde als Zweiter für das italienweite Finale in Senigallia qualifiziert und trat dort gegen andere Viert- und Fünftklässler an. Die zehn bestplatzierten Teilnehmenden qualifizieren sich für eine weitere Auswahlrunde, in der schließlich die fünf besten ermittelt werden. Diese vertreten Italien bei der Internationalen Physikolympiade in Kolumbien.
Bei der Olympiade in den Marken mussten die Schülerinnen und Schüler zunächst ihr praktisches Können bei einem vierstündigen Experiment unter Beweis stellen. Am zweiten Tag folgte der theoretische Teil, bei dem innerhalb von vier Stunden drei anspruchsvolle Aufgaben zu lösen waren.
Ilia wurde vom Physiklehrer Johann Baldauf begleitet, der den talentierten Schüler auf den Bewerb vorbereitet hatte.
Welche Eindrücke hast du von der Wettbewerbsatmosphäre und der Organisation in Senigallia mitgenommen?
PIGNETER: Der Wettbewerb war insgesamt sehr gut organisiert. Wir waren in zwei Hotels direkt am Strand untergebracht, sodass wir in der Freizeit das sommerliche Wetter genießen konnten. Auch der ständige Kontakt mit den anderen Teilnehmern war eine tolle Erfahrung. Ich konnte sie besser kennenlernen und einige Klischees, die ich vorher hatte, wurden gebrochen.
Wie hast du den Schwierigkeitsgrad der praktischen und theoretischen Aufgaben erlebt, und welche Herausforderungen sind dir dabei besonders aufgefallen?
Für mich war besonders der experimentelle Teil überraschend schwierig, weil ich so etwas zuvor noch nie probiert hatte. Mich hat beeindruckt, dass man mit einfachen Materialien wie Fäden, Gewichten und Stoppuhr einen Versuch durchführen kann, bei dem komplexe physikalische Phänomene mit hoher Genauigkeit untersucht werden, wenn man es richtig macht. Bei den theoretischen Aufgaben ist mir aufgefallen, dass es auf diesem Niveau auch fortgeschrittene Mathematik und speziellere Lösungswege braucht, um Problemstellungen vollständig zu lösen und Top Plätze zu erreichen, während bei den vorherigen Runden, vor allem bei der schulinternen Runde, das physikalische Wissen wichtiger war.
Inwiefern hat die Teilnahme deine Sicht auf die Physik oder deine Herangehensweise an komplexe Problemstellungen beeinflusst?
Mir ist aufgefallen, dass bei diesen Olympiadeaufgaben oft kreative Lösungswege und das Verknüpfen von mehreren Dingen nötig ist, um die Probleme zu lösen. Es reicht also nicht bloß Formeln und auswendigzulernen. Das macht die Aufgaben für mich spannend, weil man sich richtig alles durchdenken muss, um dann den Kern zu erkennen und das Problem mathematisch beschreiben und lösen zu können.
Würdest du erneut an der Physikolympiade teilnehmen – und was würde dich besonders daran reizen, noch einmal anzutreten?
Ja, nächstes Jahr werde ich versuchen, mich erneut für die nationale Runde zu qualifizieren. Heuer habe ich gesehen, dass ich auf diesem Niveau mithalten kann, und nächstes Jahr in der Fünften möchte ich herausfinden, wie weit ich kommen kann, wenn ich besser vorbereitet bin.
The Vinzentinum