Auf Sieg programmiert

Nicolas Höller ist Robotik-Italienmeister

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Vom vom 11. bis 12. Mai 2026 fand in Brescia die italienische Robotik-Meisterschaft (Finale Italia della World Robot Olympiad - WRO) statt. Über 300 Schüler/-innen traten in verschiedenen Kategorien (Elementary, Junior, Senior, RoboMission) mit ihren selbst gebauten und programmierten Robotern an. Zusammen mit seinen Kollegen Jeremia Fischnaller und Philipp Heidenberger hat sich der Vinzentiner A-Schüler Nicolas Höller, der die 5BT der TFO Fallmerayer besucht, den Italienmeistertitel geholt und sich für die Weltmeisterschaft in Puerto Rico qualifiziert. Im Interview erzählt Nicolas von seinen Erfahrungen.


Seit wann interessierst du dich für Roboter und wie hat das alles begonnen?
HÖLLER: Bisher habe ich mich vor allem für allgemeine Informatik und insbesondere für Cybersicherheit interessiert. Das Interesse an der Robotik ist eigentlich erst durch diese Olympiade entstanden.

Wie muss man sich das vorstellen, dass am Ende ein Roboter steht, der Aufgaben lösen kann? Wo fängt man an, was braucht es da?
Bis am Ende ein Roboter tatsächlich Aufgaben lösen kann, müssen Hardware und Software perfekt zusammenspielen. Bevor man überhaupt mit dem Bauen und Programmieren beginnt, braucht es viel Vorbereitung. Man muss überlegen, welche Bauteile verwendet werden sollen, welcher Mikrocontroller für die jeweiligen Aufgaben am besten geeignet ist und natürlich auch, was das vorhandene Budget zulässt.
Am Anfang steht daher viel Recherche. Zuerst versucht man, einen Roboter zu bauen, der grundlegende Aufgaben erfüllen kann, zum Beispiel einer Linie zu folgen. Danach entwickelt man ihn Schritt für Schritt weiter. Dabei sind nicht nur informatische Kenntnisse gefragt, sondern auch mechanisches Verständnis, damit der Roboter komplexere Aufgaben wie etwa das Transportieren von Gegenständen bewältigen kann.

Hast du dir im Vorhinein bei der Italienmeisterschaft Chancen ausgerechnet?
Als wir zur Italienmeisterschaft nach Brescia gefahren sind, hätten wir nie gedacht, dass wir weiterkommen würden. Wir haben hauptsächlich aus Spaß teilgenommen. Dass wir am Ende den ersten Platz erreicht haben, war für uns eine große Überraschung.

Mit welchen Erwartungen fliegst du nach Puerto Rico?
Nach Puerto Rico fliege ich mit der Erwartung, neue Menschen mit ähnlichen Interessen kennenzulernen und viele neue Erfahrungen zu sammeln. Die Platzierung ist für mich eher zweitrangig, der Spaß und die Möglichkeit, etwas Neues zu lernen, stehen eindeutig im Vordergrund.

Glaubst du, dass du diese Fähigkeiten auch in deiner beruflichen Zukunft brauchen wirst bzw. in welche Richtung zieht es dich nach der Schule?
Beruflich werde ich mich vermutlich nicht direkt mit Robotik beschäftigen. Nach der Schule zieht es mich eher in die Welt der Cybersicherheit. Dennoch bin ich überzeugt, dass mir die Erfahrungen aus der Robotik weiterhelfen werden, insbesondere in Bereichen wie dem Hardware-Hacking, bei denen Kenntnisse über Hard- und Software gleichermaßen wichtig sind.

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