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Florian Mroß zum Priester, Thomas Belitzer zum Diakon geweiht

Am Samstag vor Pfingsten, 3. Juni, haben zwei ehemalige Brixner Freisemestler das Weihesakrament empfangen: Thomas Belitzer (31) wurde in München zum Diakon geweiht, und Florian Mroß (27) empfing in Dresden die Priesterweihe. Beide haben während ihres Freijahres im Vinzentinum gewohnt und dort verschiedene Dienste im Heim übernommen, Florian Mroß im Jahr 2012/13 und Thomas Belitzer 2013/14.

Bei der Diakonenweihe im Münchner Liebfrauendom wandte sich Kardinal Reinhard Marx an die insgesamt vier Weihekandidaten und unterstrich, dass Amtsträger in der Kirche nicht für sich selber da seien, sondern für das Volk Gottes: „Christus zu repräsentieren ist kein Ehrenamt auf goldenen Sesseln.“ Es gebe keine Nachfolge Christi und keine Gemeinschaft der Kirche ohne Blick auf die Armen, ohne Blick auf die Peripherie. Niemand könne wirklich fruchtbar, segensreich Amtsträger der Kirche sein, der nicht liebt.

Thomas Belitzer absolviert das Pastoralpraktikum im Pastoralkurs im Pfarrverband Ampfing.

Bei der Priesterweihe in der Kathedrale von Dresden zitierte Bischof Heinrich Timmerevers am Beginn der Predigt den Werbespruch einer Fluggesellschaft: „Damit der Himmel offen bleibt, haben wir auf Erden viel zu tun.“ Durch Jesus Christus ist der Himmel ein für alle Mal geöffnet. Daher müsse die Beziehung zu Jesus Christus die Mitte des priesterlichen Lebens und Wirkens sein. Der Bischof betonte die Bedeutung des Dienstes eines Priesters an seiner Gemeinde, der immer wieder auch mit Herausforderungen verbunden ist.

Am Pfingstsonntag feierte Florian Mroß in seiner Heimatstadt in Wittichenau/Kulow in der Oberlausitz seine Primiz mit einem zweisprachigen sorbisch-deutschen Festgottesdienst. In seiner Primizpredigt unterstrich der frühere sorbische Pfarrer von Wittichenau, Mìræin Deleñk, die Wichtigkeit des Gebetes. Er gebrauchte einen Vergleich mit dem Märchen vom Struwwelpeter: So wie der sich weigerte, sein Äußeres zu pflegen, so vernachlässigen in unserer Zeit viele Christen ihr Inneres, das Gebetsleben. Damit der Dienst des Priesters fruchtbar werden könne, müsse er vom Gebet der Gläubigen mitgetragen sein. Bei der Dankandacht am Nachmittag ging der Neupriester Florian Mroß auf seinen Primizspruch ein: „Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite!“ (Joh 20,27). Er stellte den Apostel Thomas als Suchenden und Glaubenden dar, der Gott in den Verwundungen der Menschheit neu entdecken und nahekommen möchte. Anschließend erteilte der Primiziant den zahlreichen anwesenden Gläubigen den Einzelprimizsegen. Zur besonderen Feierlichkeit der Primiz trugen auch die vielen Frauen in den aufwändigen sorbischen Trachten bei.
Die letzte Primiz in Wittichenau liegt 25 Jahre zurück, die nächste findet in vier Wochen, am 2. Juli, statt. Weitere drei Seminaristen aus dieser Kleinstadtpfarrei bereiten sich auf den Priesterberuf vor, vier junge Frauen haben sich für ein Ordensleben entschieden.

Helmut Wißmiller, der zugleich mit Florian Mroß sein Freijahr in Brixen absolviert hat, wird am kommenden 25. Juni in Augsburg zum Priester geweiht und feiert am 2. Juli seine Primiz in Apfeltrach.

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Fotos: Robert Kiderle und Andreas Golinski



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