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Der gebürtige Schwazer verbrachte acht prägende Jahre am Paulinum und legte dort den Grundstein für seinen weiteren Lebensweg. Nach der Matura im Jahr 1975 studierte er an der Universität Innsbruck Mathematik und schlug anschließend eine beeindruckende akademische Laufbahn ein. Mit großer Leidenschaft wirkte er über viele Jahrzehnte als Universitätsprofessor für Mathematik in Lehre und Forschung und begeisterte Generationen von Studierenden durch seine fachliche Kompetenz, seine Klarheit im Denken und seine Freude am Vermitteln.
Neben seiner akademischen Tätigkeit setzte sich Wolfgang sein Leben lang in zahlreichen kirchlichen Vereinen und Initiativen mit Überzeugung für junge Menschen und für die Weitergabe christlich-humanistischer Werte ein.
Deshalb fühlte er sich auch seiner ehemaligen Schule, ihren Werten und ihrer Sendung zeitlebens sehr verbunden. Seit 2011 stand er dem Absolventenverein des Paulinums als Obmann vor. In dieser Funktion förderte er mit großem Engagement und tiefer Überzeugung die Verbindung der Ehemaligen zu ihrer Schule und den Austausch unter ihnen über die Generationen hinweg.
Besonders am Herzen lag ihm auch die Beziehung zur Mutterschule in Brixen. Er fehlte deshalb bei kaum einer Veranstaltung des Vinzentiner Absolventenvereins, suchte das Gespräch, knüpfte Brücken und trug so wesentlich dazu bei, dass die Verbundenheit zwischen den beiden Bildungseinrichtungen lebendig blieb.
Wolfgang war ein bescheidener und verlässlicher Mensch, der zuhören konnte, sich für sein Gegenüber interessierte und anderen mit großer Wertschätzung begegnete. Bei allen seinen Tätigkeiten ging es ihm nicht um sich selbst, sondern immer in erster Linie um die anderen. Er drängte sich nie in den Vordergrund und war doch stets präsent, wenn es darum ging, Verantwortung zu übernehmen oder Unterstützung zu leisten. Sein christlicher Glaube war für ihn kein bloßes Bekenntnis war, sondern eine Haltung, die sein Denken und Handeln prägte.
Mit seiner warmherzigen Art, seinem freundlichen Wesen, seinem feinen Humor und seiner Menschlichkeit wuchs er vielen von uns in den letzten Jahren durch persönliche Begegnungen, bereichernde Gespräche und Momente herzlicher Gemeinschaft sehr ans Herz.
Die Nachricht von seinem viel zu frühen Tod erfüllt uns deshalb mit großer Trauer. Dass er nur wenige Tage vor dem Festakt zum 100-jährigen Bestehen des Paulinums von uns gegangen ist, macht diesen Verlust nochmals schmerzhafter.
Unser Mitgefühl gilt seiner Familie, der Gemeinschaft des Paulinums sowie allen, die Wolfgang kennenlernen und schätzen durften. Wir werden Wolfgang als besonders wertvollen Menschen, engagierten Pauliner und glaubwürdigen Christen in dankbarer Erinnerung behalten und all das, was ihm wichtig war und wofür er sich zeitlebens eingesetzt hat, in seinem Geiste weitertragen. Möge sich für ihn nun erfüllen, was er sein Leben lang geglaubt, erhofft und bezeugt hat. Ruhe in Frieden, lieber Wolfgang!
Dir. Christoph Stragenegg
The Vinzentinum