Holocaust-Gedenktag: Spurensuche in den USA

Interview mit Nachfahren der Gründer der Jüdischen Gemeinde in Meran

veröffentlicht am

Am gestrigen Internationalen Holocaust-Gedenktag (27. Jänner) ist in der Neuen Südtiroler Tageszeitung ein doppelseitiges Interview mit der in Denver (USA) lebenden Nachfahrin von Holocaust-Überlebenden Kathy Newman und ihrem Ehemann Rudi Hartmann erschienen. Für das Interview verantwortlich zeichnete die 4. Klasse des Klassischen Gymnasiums


Die Idee zu diesem Interview ist im Rahmen des Deutschunterrichtes mit Prof. Sabine Mayr entstanden. Nachdem mit Kathy Newman und Rudi Hartmann vergangenen Juni nach langer Zeit erstmals wieder Mitglieder der Familie Hausmann das Jüdische Museum Meran besucht hatten, konnte über den Leiter des Museums, Joachim Innerhofer, der Kontakt hergestellt werden. Frau Newman ist die Urenkelin des ersten jüdischen Arztes Merans Raphael Hausmann, der die jüdische Gemeinde mitbegründet hat.  

In der Folge organisierten die Schülerinnen und Schüler alle notwendigen Schritte eigenständig: Sie überlegten sich Interviewfragen, nahmen per E-Mail Kontakt mit den Interviewpartnern auf und organisierten eine Videokonferenz. Im Vorfeld wurde sogar ein "Testlauf" mit dem vormaligen RAI-Redakteur und Interview-Profi Wolfgang Mayr unternommen.

Das Interview der Schülerinnen und Schüler schaffte es zur Aufmachergeschichte auf der Titelseite der Tageszeitung. 

Drucken

Am Holocaust-Gedenktag am 27. Januar wird der sechs Millionen ermordeten europäischen Juden und aller anderen Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Zum Anlass haben SchülerInnen der ersten Oberschulklasse des klassischen Gymnasiums Vinzentinum ein Onlinegespräch mit Rudi Hartmann und Kathy Newman in Denver geführt. Kathys Urgroßvater Raphael Hausmann war ein Mitbegründer der Jüdischen Gemeinde in Meran. 

"Sie waren glücklich, am Leben zu sein"

2022_01_27 Neue Südtiroler Tageszeitung
Download

The Vinzentinum